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Chris Leo’s Vague Angels
 
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chris
Artist : Chris Leo’s Vague Angels
Titel: The Sunny Day I Caught Tintarella di Luna for a Picnic at the Cemetary
Format: CD
Release Date: 28.05.2010
Best-No.:
Vertriebe: Expect Candy / Cargo
 
Chris Leo ist ein Phänomen. Zwei Bands, The Van Pelt und The Lapse, die nach wie vor referenziell sind, aber nie größere Aufmerksamkeit erreichten. Nach dem Ende von The Lapse eine lange Schaffenspause, die dafür sorgt, dass Chris Leo, Bruder von Ted Leo, weitgehend in Vergessenheit gerät. Plötzlich und unerwartet taucht er 2004 wieder auf. Nicht etwa mit einer neuen Band, sondern mit seinem ersten Roman. Da das Buch von einer Band handelt, war die Gelegenheit günstig, das musikalische Comeback mit dem Buch zu verknüpfen. So enthielt der Roman „White Pigeons“ eine CD mit dem Album der fiktiven Band aus dem Buch. Chris Leo’s Vague Angels waren geboren - teilweise unzugänglicher als seine früheren Bands, in jedem Fall experimenteller und ausschweifender als The Van Pelt und The Lapse.
 
Zwei Romane und ein Album später tritt Chris erneut in Erscheinung, und zwar seltsamerweise mit seinem bisher zugänglichsten Album. Je weiter sich Chris Leo als Charakter entwickelt (das letzte Lebenszeichen erhielten wir aus Mexico, wo er an einem Buch über einen „Brief ohne Worte“ arbeitet), umso mehr scheint er sich darum zu scheren, dass wir zu seiner Musik mit unseren Füßen wippen können. Nicht falsch verstehen – die Texte sind kunstvoll ausgeschmückt wie immer, Strophe-Chorus-Strophe bleibt bestenfalls ein flüchtiges Geschenk, und er kann es nicht lassen die Worte zu sprechen/singen, wie nur er es kann – aber „The Sunny Day I Caught Tintarella di Luna for a Picnic at the Cemetery“ enthält ein paar Funken Normalität. Was auch daran liegen mag, dass eine wechselnde Band bestehend aus Freunden aus Barcelona, Puglia und Brooklyn die betrunkene One-Man-Show im Studio abgelöst hat.
 
Chris Leo fühlt sich endlich wohl damit, wer er ist, was er macht und wo sein Platz ist. Da verwundert es nicht, dass sich die einzelnen Parts zu organischen Songs zusammenfinden und jede seiner Ideen exakt ihre passende Stelle findet. Fast schon unheimlich, und zudem sehr beeindruckend – gleiches gilt auch für die Tatsache, dass der aufmerksame Zuhörer ihn tatsächlich hier und da singen hört. Kein Scherz. Es gibt gar ein Falsett, oder zwei, zu hören. Dies ist das Album, mit dem Chris Leo neue Zuhörer gewinnt, und wir hoffen, dass sie bleiben. Das vorliegende Albums und die darauf enthaltenen Songs wie „I Know An Altar“ oder das rumpelnd daher rollende „I Did Not Find You In Kips Bay“ sind Grund genug, Chris Leo‘s Vague Angels dauerhaftes Interesse entgegenzubringen.
 

Pressestimmen zu dem Vorgänger Vague Angels - Truth Loved:
 
"Ein mal wilder, mal emotionaler Ritt durch den Backkatalog von Dischord. Kurze, flirrende Post-Punk-High-Fives in Richtung Q And Not U zum einen, sedierte Storyteller-Sprechgesänge zum anderen." - Intro
 
"Schlichtweg Postcore in Perfektion." - Ox
 
"Eine herrlich offene Platte für Indiemusik-Entdecker." - Visions
 
"Der kaputte Sound - sowohl instrumental als auch stimmlich - vermag zu gefallen. Zwischen zerbrochenen Strukturen und Mustern entfaltet sich eine eigentümliche Stimmung zwischen halbgesungener Poesie, Mediation und Indie-Rock." - Westzeit